Die letzte Schulstunde:

Freitag, 30. Januar 2009

Free eBook: Der Einsatz von Weblogs und Wikis im Berufsschulunterricht

Werner Prüher ist Berufsschullehrer in Rohrbach/Oberösterreich, vorher Programmierer, Banker, Internet-Marketing Mensch, Internet-Projektmanager. Der Vater zweier Kinder mag Autoren wie Douglas Adams, Manfred Spitzer und Vera F. Birkenbihl. Über seine Gedanken zum Lernen schreibt der Berufsschullehrer in seinem Blog Lernen Heute. “Wikis und Weblogs in der Berufsschule” war das Thema seiner Diplomarbeit im Jahr 2007. Der Grund: Wissen und gute Unterrichtsarbeit darf nicht in Schubladen verschwinden, sondern sollte veröffentlicht werden.

Zwei weit verbreitete Technologien, die sich für den Unterricht eignen sind Wikis und Weblogs. Unter Wiki versteht man ein Werkzeug zur Entwicklung und zur Sicherung von Informationen, die via Internet dargestellt werden. Wikis bieten folgende Vorteile: Leicht erklärbar, einfachste Bedienung, Fehlerkorrektur und reibungsloses Funktionieren. Oft wird ein Wiki mit einer Wandtafel verglichen: Jeder kann hinaufschreiben, Teile können gelöscht und überschrieben werden. Einige Unterschiede bestehen aber doch: Änderungen können jederzeit problemlos rückgängig gemacht werden, es stehen viele Seiten zur Verfügung und das Ergebnis ist weltweit im Internet sichtbar.

Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis:

1 Vorwort
2 Die Netz-Generation
2.1 Unsere Schüler/innen – die Netz-Generation
2.2 Lehrer/innen und die Netz-Generation
2.3 Vermittlung von Medienkompetenz
3 Web 2.0
3.1 RSS-Feeds
3.2 Tagging
3.3 Social Software
4 Wikis
4.1 Wiki-Erfolgsrezepte
4.2 Wikis im Unterricht
4.3 Das erfolgreichste Wiki – Wikipedia
5 Weblogs
5.1 Erfolgsrezepte von Weblogs
5.2 Weblogs im Unterricht
5.3 Gegenüberstellung Weblog und Wiki
6 eLearning 2.0
6.1 eLearning im Wandel
6.2 Der Unterricht mit Wikis und Weblogs
6.2.1 Die Lehrer/innen-Rolle
6.2.2 Web 2.0 und Gesetze
7 Der Konnektivismus – ein neues Lernparadigma
8 Empirische Erhebung - Benutzerhandbuch
8.1 Vorgehensweise im Unterricht
8.1.1 Unterrichtsvorbereitung
8.1.2 Die erste Unterrichtseinheit
8.1.3 Unterrichtsverlauf
8.1.4 Evaluierung
8.2 Weblog am Beispiel von wordpress.com
8.2.1 Anmeldung bei Wordpress
8.2.2 Einrichten des Weblogs
8.2.3 Sicherheitseinstellungen
8.2.4 Schreiben eines Beitrags
8.2.5 Die Symbolleiste
8.2.6 Verlinkungen
8.2.7 Bild, Sound, Video einbinden
8.2.8 Anlage der Schüler/innen
8.2.9 Anlage statischer Seiten
8.2.10 Verwalten
8.2.11 Suchen
8.2.12 Themes
8.2.13 Archivierung des Weblogs
8.3 Wikis am Beispiel von wikispaces.com
8.3.1 Anmeldung
8.3.2 Wiki-Grundeinstellungen
8.3.3 Anlage der Benutzer
8.3.4 Seiten erstellen
8.3.5 Suchfunktion
8.3.6 Seiten verwalten
8.3.7 Menueleiste
8.3.8 Diskussion
8.3.9 History
8.3.10 Notify me
8.3.11 Archivierung des Wikis

Free eBook: Der Einsatz von Weblogs und Wikis im Berufsschulunterricht, 113 S., 8.6.2007, 2 MB
Weblogs mit Wordpress

Freitag, 23. Januar 2009

Fremdsprachenlernen an der Grundschule "für die Katz"?


Heftige Kritik an den Ergebnissen des Englisch- und Französischunterrichts an deutschen Grundschulen hat der Deutsche Philologenverband geübt. Eine für Österreich wohl unmittelbar übertragbare Erkenntnis!

Eine Befragung von Englischlehrkräften an Gymnasien habe ergeben, dass in der Regel bereits nach acht Wochen die Vorkenntnisse aus zwei bis vier Jahren Englischunterricht an Grundschulen durch den systematischen Fremdsprachenunterricht an der weiterführenden Schule eingeholt würden. Am Ende des ersten Gymnasialjahres sei der Leistungsstand von Schülern mit oder ohne Frühenglisch an der Grundschule nicht mehr unterscheidbar. Wörtlich sagte der Verbandsvorsitzende: "Unsere Befragungsergebnisse decken sich damit mit den Erkenntnissen kürzlich bekannt gewordener Untersuchungen wie der von Dr. Heiner Böttger oder auch von Prof. Manfred Pienemann von der Universität Paderborn. Wir kritisieren dabei nicht die verdienstvolle Arbeit der Grundschullehrkräfte, wir kritisieren aber das verfehlte Grundkonzept, das in keinem Bundesland funktioniert."

Alle Bildungswissenschaftler und Pädagogen sind sich einig, dass nur ein "intensives Sprachbad", d.h. täglicher Fremdsprachenunterricht oder auch bilingualer Unterricht bei Sechs- bis Zehnjährigen, nennenswerte Fortschritte garantiert. Ein bis zwei Wochenstunden sind nach Auskunft der Sprachforscher "für die Katz", zumal der für den Fremdsprachenerwerb genauso wichtige muttersprachliche Unterricht wegen des Grundschulenglisch in fast allen Bundesländern gekürzt wurde. Nur durch eine massive Ausweitung der Stundentafeln an Grundschulen könnte also effektives Fremdsprachenlernen erreicht werden. Das ist aber nirgends geplant.

Mehr:
Fremdsprachenlernen an der Grundschule ist ein Fehlschlag! (23.01.2009)

Samstag, 17. Januar 2009

Schulpartner: Die Rechte der Schüler, Eltern und Lehrer

Wikipedia behauptet: "Österreich ist das einzige Land, in dem es eine gesetzlich festgelegte Schülervertretung auf allen Verwaltungsebenen gibt und gilt in dieser Hinsicht als großes Vorbild für viele andere Staaten.

Ebenfalls einzigartig ist der Gedanke der schulpartnerschaftlichen Zusammenarbeit; die Rechte der Schulpartner sind in keinem anderen Land so weit reichend und genau festgelegt wie in Österreich." Eine als PDF herunterladbare Broschüre gibt Auskunft.

Mehr:
Schulpartner: Die Rechte der Schüler, Eltern und Lehrer

Montag, 5. Januar 2009

Glossar der Medienpädagogik


Ob Fernsehen, Radio, Zeitung oder Buch, ob Video, Computer oder Internet - die Angebotsfülle im Medienbereich wächst täglich. Die steigende Informations- und Datenflut will nicht nur produziert, sondern auch genutzt und verarbeitet werden. Hier setzt die Medienpädagogik an. Ziel ist es, die Medien in ihren Eigenschaften, Funktionsweisen und Wirkungszusammenhängen verstehen und nutzen zu lernen. Dazu gehört das kritische Hinterfragen dargebotener Inhalte ebenso wie die Reflexion der eigenen Nutzung oder die Fähigkeit, Medien selbst (mit-)zu gestalten.

Die Tätigkeitsfelder der Medienpädagogik sind dabei vielfältig wie das Medienangebot selbst: Kern medienpraktischer Arbeit ist das Kennenlernen von Funktions- und Produktionshintergründen der Medien. Das Erlangen von Fertigkeiten im technischen Bereich gehört genauso dazu wie die Herstellung von Öffentlichkeit für bestimmte Themen und Belange. Zahlreiche Einrichtungen und Initiativen stellen hierfür neben der technischen Infrastruktur auch personelle Unterstützung und Beratung zur Verfügung.


Allgemeines Glossar der Medienpädagogik von medienpaedagogik.at

Glossar: Aktuelle Basisdaten zu TV, Hörfunk, Print, Film und Internet (Mediendaten Südwest)

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Free eLearning-Professionals


Eine tolle Sammlung von hunderten eLearning-Professionals aus der ganzen Welt gibt es gratis als zum Downloaden von "The eLearning Guild". Dort findet man viele nützliche Tipps und Tricks und kann seine Kenntnisse zum Thema "Online Instruction" erweitern.


Der Content aller dieser eBooks ist "FREE".

In Search of Learning Agility - Published 9/15/2008
144 Tips on Synchronous e-Learning Strategy + Research - Published 5/29/2008
239 Tips for Producing and Managing Flash-based e-Learning Content - 4/24/2008
162 Tips and Tricks for Working with e-Learning Tools - Published 12/18/2007
The eLearning Guild's Handbook of e-Learning Strategy - Published 9/10/2007
The eLearning Guild's Handbook on Synchronous e-Learning - Published 1/16/2007
382 Tips on the SELECTION of an LMS or LCMS - Published 12/12/2006
339 Tips on the IMPLEMENTATION of an LMS or LCMS - Published 11/20/2006
311 Tips on the MANAGEMENT of an LMS or LCMS - Published 12/12/2006
834 Tips for Successful Online Instruction - Published 12/18/2005

eBooks from The eLearning Guild!

Dienstag, 9. Dezember 2008

TIMSS-Studie: Schlechtes Zeugnis für Österreichs Volksschulen

Mit der TIMSS-Studie wurde im Frühjahr 2007 im Auftrag des bm:ukk die Mathematik- und Naturwissenschaftskompetenz der SchülerInnen in der 4. Schulstufe gemessen. Österreich hat sich nach 1995 zum zweiten Mal an TIMSS beteiligt. Nun sind die Ergebnisse präsentiert worden, die ein nur durchschnittliches Zeugnis für Österreich bedeuten.

4.859 Volksschüler aus 325 vierten Klassen an 196 Schulen beteiligten sich im Rahmen der alle 4 Jahre durchgeführten internationalen Bildungsvergleichsstudie TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study). An den Tests in der vierten Schulstufe haben im Vorjahr rund 175.000 Schüler aus knapp 40 Länder und sieben politische Regionen teilgenommen.


Mathematik: Österreich rutscht von Platz sechs auf Platz zehn. Unter 36 an der Studie teilnehmenden Ländern klassierten sich die österreichischen Zehnjährigen im Gegenstand Mathematik an der 17. Stelle. 1995 noch - damals hatten allerdings nur 16 Nationen teilgenommen - hatte Österreich den sechsten Platz belegt. Berücksichtigt man ausschließlich die Teilnehmerländer 1995, rutscht Österreich von Platz sechs auf zehn.

Naturwissenschaften: Von Platz drei auf Platz fünfzehn. Ähnlich ist es bei den naturwissenschaftlichen Testergebnissen: 1995 hatten Österreichs VolksschülerInnen hier den hervorragenden dritten Platz belegt. Jetzt, wieder unter 36 Nationen, liegen unsere SchülerInnen auf Platz 15. (Im 16-Nationen-Vergleich ist es der neunte Platz). Bei Mathematik liegt Hong Kong vor Singapur und Taiwan voran.

TIMSS_ergebnisse.pdf
TIMSS 2007 – Mathematik
(PDF/1165KB)
TIMSS 2007 – Naturwissenschaft
(PDF/1457KB)

Sonntag, 7. Dezember 2008

Debakel für Österreich beim "Pisa-Test" für 10-Jährige

Am besten schnitten 10-Jährige in Hong Kong und Singapur ab. Diese Städte waren schon vor 12 Jahren auf den Top-Plätzen. Die Details sind für Österreichs Schulsystem und Bildungspolitik der Lisl-Gehrer-Ära - vormals selbst Volksschullehrerin - einmal mehr eine Ohrfeige:

YouTube: Elisabeth Gehrer - Mathematikstunde im Parlament



* Im Bereich Mathematik liegen Österreichs Volksschüler auf Platz 17 – also gerade noch im vorderen Mittelfeld.
* In Naturwissenschaften sind die heimischen Volksschüler ein bisschen klüger und haben es auf Platz 15 geschafft.
* Zuletzt wurde der Mathematik- und Naturwissenschafts-Test bei den Volksschülern im Jahr 1995 durchgeführt. 16 Länder von damals nahmen auch diesmal am Test teil. Hier zeigen die Vergleichsdaten allerdings: In Mathematik rutschten Österreichs Schüler von Platz 6 auf Platz 10 ab. In Naturwissenschaften war Österreich 1995 noch auf Platz 3. Diesmal errangen unsere Volksschüler im Wissens-Check nur den 9. Platz.
* Insgesamt wurden in Österreich 5.000 Schüler getestet.
* Weiterer Vergleich: Schon beim Lesetest PIRLS, der 2006 durchgeführt wurde, war das Ergebnis für unsere Schüler ein Debakel: Damals zeigte sich, dass jeder sechste Volksschul-Abgänger nur unzureichend lesen kann.
* Am besten schnitten 10-Jährige in Hong Kong und Singapur ab. Diese Städte waren schon vor 12 Jahren auf den Top-Plätzen.


Ergebnisse Naturwissenschaften und Mathematik